Der Fürst-Franz-Weg von Großkühnau nach Wörlitz in Pastell
Bilder von Jürgen Kutschmann, zusammengestellt von Reinhold Dohmeyer

Ausgangspunkt dieser Tour ist das Schloss Großkühnau, Sitz der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz. Vorbei an der im neoromanischen Stil erbauten Kirche führt der Weg durch den Landschaftspark Großkühnau mit dem Rittertor, dem Löwentor und dem von C. I. Pozzi erbauten Weinberghaus.

Kirche
Kirche
Rittertor
Rittertor
Löwentor
Löwentor
Weinberghaus
Weinberghaus

Entlang des Ochsenwalles, am Obelisk vorbei, gelangt man zu dem von dem Bauhausarchitekten Carl Fieger erbauten Kornhaus, einem Ausflugsrestaurant mit schönem Blick auf die Elbe, und weiter, vorbei am Leopoldshafen und dem Elbpavillion zum Beckerbruch.

Kornhaus
Kornhaus
Blick auf die Elbe
Blick auf die Elbe
Leopoldshafen
Leopoldshafen
Elbpavillion
Elbpavillion
Beckerbruch
Beckerbruch

In dieser bis zur Wallwitzburg ausgedehnten Anlage befinden sich zahlreiche Parkbauten und Kleinarchitekturen, wie der Fürstensitz, die Ruinenbrücke und das Vasenhaus.

Fürstensitz
Fürstensitz
Ruinenbrücke
Ruinenbrücke
Vasenhaus
Vasenhaus

Das an den Beckerbruchpark angrenzende Schloss- und Parkensemble Georgium ließ Prinz Johann Georg, ein Bruder des Fürsten Franz errichten. Im Landschaftspark Georgium befinden sich weitere Parkbauten, wie das Fremdenhaus, das Blumengartenhaus, die Skulptur der Diana Agrotera und der Ionische Tempel, der Triumphbogen, der Holländische oder Rote Bogen, die Reste des 1945 ausgebrannten Küchenhauses und die Römischen Ruinen, im Volksmund "Sieben Säulen" genannt.

Georgium
Georgium
Fremdenhaus
Fremdenhaus
Blumengartenhaus
Blumengartenhaus
Diana Agrotera
Diana Agrotera
Ionischer Tempel
Ionischer Tempel
Triumphbogen
Triumphbogen
Roter Bogen
Roter Bogen
Küchenhaus
Küchenhaus
7 Säulen
7 Säulen

Ende des 19. Jahrhunderts entstand neben dem Schlosspark ein Mausoleum für die Herzöge von Anhalt. Der Mausoleumspark wird seit 1957 als Tierpark genutzt.
Vom Beckerbruch verläuft der Fürst-Franz-Weg durch die Braunsche Lache an Kleingärten vorbei zum Landhaus. Am "Peisker" sollte man den ausgeschilderten Weg jedoch kurz verlassen, nach rechts auf den Radweg der B184 abbiegen und nach etwa 500 m links in die Schillersraße zum Schillerpark einbiegen. Von hier gelangt man vorbei am Freibad "Stillinge" und dem gleichnamigen Restaurant mit Biergarten zur im Dezember 2002 wiedereröffneten Ausflugsgaststätte Landhaus.

Mausoleum
Mausoleum
Schillerpark
Schillerpark
Landhaus
Landhaus
Über die 1993 (wieder-)errichtete Jagdbrücke geht es über die Mulde und weiter auf der Plankenlinie bis zur "Großmutterbrücke". Auf halber Strecke weist ein Hinweisschild auf einen sehr zu empfehlenden Abstecher zum Luisium, einer kleinen intimen Anlage, die Fürst Franz seiner Gemahlin Luise widmete und deren klassizistisches Schloss von Erdmannsdorff errichtet wurde.  
Jagdbrücke
Jagdbrücke
Abstecher zum Luisium
Abstecher zum Luisium
Schloss
Schloss

In dem stimmungsvollen Landschaftsgarten sind Garten- plastiken und Bauwerke wie das neugotische Schlangenhaus, der Ruinenbogen u.a. zu entdecken. Auf den ausgedehnten Wiesenflächen des angrenzenden Gestüts weiden Pferde, Ziegen und Schafe.

Schlangenhaus
Schlangenhaus
Ruinenbogen
Ruinenbogen

Der Fürst-Franz-Weg führt von der Großmutterbrücke weiter zum Forsthaus Leiner Berg, einer beliebten Ausflugsgaststätte. Vom Forsthaus geht es weiter auf dem Kupenwall bis zum Sieglitzer Berg, einer ebenfalls von Fürst Franz angelegten Parkanlage, die man aus westlicher Richtung durch das barocke Dessauer Tor erreicht. Durch das südliche, das klassizistische Tor, gelangt man, vorbei an der Ruine des 1983 abgebrannten Schwedenhauses, nach Waldersee. Geradeaus führt der Weg zu den Resten der 1777 durch Erdmannsdorff errichteten und erst 1975 zerstörten Solitude. Dieses dorische Tempelbauwerk bildete das Zentrum der Anlage am Sieglitzer Berg.

Dessauer Tor
Dessauer Tor
klassizistisches Tor
klassizistisches Tor
Schwedenhaus
Schwedenhaus
Waldersee
Waldersee
Burgtor
Burgtor
Diana und Apoll
Diana und Apoll

Weiter geht es durch das neugotische Burgtor zu den Skulpturen von Diana und Apoll, dann auf dem Elbdeich nach Vockerode und auf dem Fliederwall bis Wörlitz. An diesen Deichabschnitten stehen die Wallwachhäuser Dianentempel, Rauhes Wachhaus und der Berting.

Die Wörlitzer Anlagen bilden den künstlerischen Höhepunkt des von Fürst Franz geschaffenen Gartenreichs Dessau-Wörlitz. Der Landschaftsgarten mit dem klassizistischen Schloss, das Gotische Haus, zahlreiche Bauwerke, die an römische Vorbilder erinnern, Brücken und Tempel bieten dem Besucher zu jeder Jahreszeit eine Vielzahl von Möglichkeiten der Entspannung, des Kunstgenusses und Naturerlebnisses.

Wörlitzer Anlagen
Wörlitzer Anlagen
Schloss
Schloss
Brücke und Tempel
Brücke und Tempel
Naturerlebnis
Naturerlebnis

Besonders romantisch sind die Gondelfahrten auf den Seen und Kanälen (Blick auf die Anlegestelle).

Anlegestelle
Anlegestelle

In Wörlitz und am Rande des Parks finden die Besucher zahlreiche Restaurants und Biergärten.

Wörlitz
Wörlitz
Restaurant
Restaurant

Von Wörlitz zurück führt der Fürst-Franz-Weg vor dem ehemaligen Gasthof „Eichenkranz“ rechts ab auf den Wallweg. Nach Überqueren der Straße Griesen/Vockerode, fährt man am Ort Münsterberg vorbei zum Kapengraben. Diesen Graben fährt man entlang bis zur Biberfreianlage mit dem Aussichtsturm und der künstlich angelegten Biberburg, in der man Biber beobachten kann.

Auf halber Strecke dorthin trifft man auf den Radwanderweg R1. Bei ausreichender Zeit und Kondition (oder bei einer Extratour) sollte man von hier aus unbedingt einen Abstecher nach Oranienbaum, gegründet von der Fürstin Henriette Catharina von Anhalt-Dessau, geb. Prinzessin von Oranien (1637-1708), machen. Neben dem Schloss mit seinem holländisch-barocken Garten ist auch der englisch-chinesischen Garten, errichtet zwischen 1794-1797, mit Pagode und Teehaus äußerst sehenswert.

Schloss
Schloss
Pagode
Pagode
Teehaus
Teehaus

Zurück am Kapengraben gelangt man vorbei an der Biberfreianlage zum Kapenschlösschen, dem Sitz der Biosphärenreservatsverwaltung „Flusslandschaft Mittlere Elbe“. Ab hier geht es rechts ab auf einem Radweg entlang der Bundesstraße B 185 in Richtung Dessau. Am Abzweig Gewerbegebiet Ost / Mildensee links abbiegen und dann rechts in die Oranienbaumer Straße, vorbei am Landjägerhaus zum Napoleonsturm und dann durch Pötniz an der Kirche vorbei durch den Hinteren Tiergarten.

Napoleonsturm
Napoleonsturm

Über die Alleebrücke führt der Radweg weiter durch den Vorderen Tiergarten zur Mulde und über die neue Hängebrücke zum Johannbau, dem Renaissance-Flügel des ehemaligen Residenzschlosses der Fürsten von Anhalt. Hier im Zentrum Dessaus endet der Fürst–Franz-Weg.

Alleebrücke
Alleebrücke
Hängebrücke
Hängebrücke
Johannbau
Johannbau

Quellen:
Online-Galerie Jürgen Kutschmann (www.galerie-kutschmann.de)
Radtouren Sachsen-Anhalt (www.radtouren-sachsen-anhalt.de)
Förderverein "Anhaltische Gemäldegalerie und Georgengarten" Dessau e.V. (www.georgium.de)
Historische Gärten (www.historischegaerten.de)

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