MZ-Ausgabe Roßlau, 30.10.2006

 
Magie von Licht und Schatten
Dessauer Jürgen Kutschmann stellt Arbeiten im Rodlebener Heimatstübchen vor
 
von Fabienne Fischer
Im Heimatstübchen
Zur Vernissage im Heimatstübchen mit Rodlebens Ortsbürgermeister Frank Rumpf (r.) (Foto: Stefanie Rumpler)

Rodleben/MZ. Am Sonntag eröffnete Jürgen Kutschmann die Ausstellung seiner schönsten Werke im Heimatstübchen in Rodleben. Nach einer kurzen Eröffnungsrede mit musikalischer Begleitung durch seinen Sohn René am Bass und Daniel Barke am Saxophon führte er seine Gäste zu seinen Bildern und stellte sich den Fragen des Publikums.
 
Kutschmann, 1946 in Dessau geboren, entdeckte bereits in jungen Jahren die Liebe zur Kunst. Er besuchte Kunstgalerien und malte mit 13 seine ersten Bilder mit Ölfarben. Fortan wurde er von seinem Kunstlehrer geprägt und trat für ein Jahr in die Schule des Dessauer Bildhauers Hadelich. Hauptsächlich hat er sich aber sein Können autodidaktisch angeeignet und durch das Kopieren großer Meister wie Rembrandt und Max Liebermann erlernt.

"Die beiden Künstler Rembrandt und Liebermann zählen noch heute zu meinen Favoriten, und ich besuche jede Ausstellung der beiden", so Kutschmann. Seine Bilder sind vorrangig an den realistisch-impressionistischen Stil angelehnt. Seit den 80er Jahren malt er hauptsächlich mit Pastellkreide.
 
Seinen Stil entwickelte er beim intensiven Studium der Impressionisten Monet, Renoir und Degas. Bevorzugte Motive sind Landschaften aus seiner Heimat Dessau und der näheren Umgebung wie dem Wörlitzer Park zu jeder Jahreszeit.
 
"Ich zeichne gern Wege, wo am Ende Licht oder Dunkelheit ist. Ich liebe die Licht- und Schattenreflexionen", erklärt Jürgen Kutschmann seinem Publikum. Auf Urlaubsreisen hat er immer sein Skizzenbuch und Malutensilien dabei. Er zeichnet gern in der freien Natur, da dort die Lichtverhältnisse besonders auf ihn wirken. Mit seiner Kamera hält er Motive fest, die er dann zu Hause malt. Kutschmann selbst sieht sein Hobby als guten Ausgleich zum stressigen Berufsleben. "In der Malerei finde ich meine Ruhe", meint der Künstler. Nachdem er in den 80ern an Hobbyausstellungen teilnahm, ist er heut weit über die Stadtgrenze von Dessau bekannt. Mehrfach stellte er seine Werke in Rodleben, Havelberg und Naumburg aus, war an der Gestaltung von sechs Dessauer Jahreskalendern beteiligt und stattete Büros der Dessauer Wohnungsgenossenschaften mit seinen Bildern aus.
 
Von über 560 Pastellen hat Jürgen Kutschmann nun wieder die besten ausgewählt und zeigt sie an den kommenden drei Sonntagen Interessierten im Heimatstübchen Rodleben. Dort kann man die schönen Landschaften nicht nur bestaunen, sondern auch erwerben.
 
"Jahreszeiten in Pastell", Jürgen Kutschmann; Rodlebener Heimatstübchen; 5., 12. und 19. November jeweils von 14 bis 16 Uhr.

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